Gewürz-Pairing: Ungewöhnliche Aroma-Kombinationen für mehr Geschmack

    Eine fade Mahlzeit ist manchmal nur eine kleine Prise von einem neuen Geschmackserlebnis entfernt. Welche Aromen harmonieren, haben Familien zwar oft über Generationen hinweg am eigenen Herd erprobt, im Austausch mit der Welt lassen sich aber immer wieder neue, ungewöhnlich passende Zusammenstellungen entdecken. Der Trend des Flavour-Pairings kombiniert Aromen neu und inspiriert Hobbyköche, mal anders zu würzen.

    Ungewöhnliche Aroma-Kombinationen

    Es sind nicht immer Salz und Pfeffer, die den Eigengeschmack von Lebensmitteln unterstreichen oder auf spannende Weise ergänzen. Vanille mit Meeresfrüchten zu kombinieren, klingt ungewöhnlich, ist aber dem Pairing-Experten Heiko Antoniewicz zufolge nur zu empfehlen. Das aus den Kapselfrüchten einer Orchideengattung stammende Gewürz verstärke das essenzielle Aroma der Delikatesse. Während Vanille, ebenso wie beispielsweise Zimt, hierzulande traditionell eher in Süßspeisen vorkommt, lebt die Küche in anderen Teilen der Welt vom Zusammenspiel süßer, saurer, scharfer und vereinzelt auch bitterer Geschmackskomponenten. Die moderne Avantgardeküche geht noch einen Schritt weiter und kombiniert Aromen aus der ganzen Welt.

    Der kulinarische Instinkt  

    „Wer sagt denn, dass es nicht auch einen kulinarischen Instinkt gibt?“, gibt Experte Antoniewicz zu bedenken und ermutigt zu Aromen-Experimenten. Pairing-Anfänger können sich dem Trend annähern, indem sie erste Würztipps vom Profi beherzigen. Rhabarber und Vanille klingt zunächst nach einer vertrauten Kombination, doch empfiehlt Koch und Berater Antoniewicz das Pairing in Verbindung mit beispielsweise Lamm, Reis oder Spargel. Zu Tomaten passt Zimt sehr gut – zum Beispiel in Kombination mit Käse aber auch mit tropischen Früchten wie Ananas oder Passionsfrucht. Zu Avocado empfiehlt der Experte beispielsweise Muskatnuss, Curry oder Chili. Auch Bananen lassen sich besonders gut mit scharfem Curry „verkuppeln“. Lachs hingegen harmoniert mit Safran, Kreuzkümmel oder Anis, so Antoniewicz.  

    Kochbuch Heiko Antoniewicz: https://www.antoniewicz.org/publikationen/