Honigsorten im Visier

    Dieses flüssige Gold schmeckt herrlich süß und veredelt nicht nur das Frühstücksbrot – die Rede ist natürlich von Honig. Als das älteste verarbeitete und haltbar gemachte Lebensmittel, ist Honig vielfältiger, als der eine oder andere erwarten mag. Neben drei ungewöhnlichen Honigsorten stellen wir ein ausgefallenes Rezept mit Honig vor.

    Geschmackliche Vielfalt

    Die kleinen Bienen machen uns mit ihrer Arbeit ein leckeres Geschenk. Erstaunlicherweise kann man sogar schmecken, wo sich ihr Arbeitsplatz befindet. Denn je nachdem, welche Blüten oder Bäume sie besucht haben und in welcher Region sie leben, schmeckt der Honig anders. Es gibt beispielsweise Unterschiede zwischen Blütenhonigen und Waldhonigen, die aus Honigtau entstehen. Honigtau ist auf Blatt- und Nadelbäumen zu finden und bezeichnet eine zuckerhaltige Ausscheidung von Insekten. Den Honigtau verarbeiten die Bienen schließlich zu einem dunklen, würzigen Honig, der kräftiger schmeckt als Blütenhonig.

    Von Herzhaft bis süß

    Aufgrund der Sortenvielfalt, ist Honig auch außerhalb des Frühstücks vielseitig einsetzbar. Er perfektioniert herzhafte sowie süße Speisen und punktet in Getränken von Tee über Limonade bis Cocktail. Kombiniert mit festem Herbst- und Wintergemüse wie Rüben oder Sellerie, mit Burrata, als Marinade für Braten oder Geflügel, in Brot verbacken oder als Süßungsmittel für Eis – Honig verfeinert in der Küche so einiges und gibt einen extra Aromaschub.

    Drei aufregende Honigsorten, die es zu probieren lohnt und die Ihre Küche bereichern sind der Edelkastanien-, der Rosmarin- und der Tannenhonig.

    Edelkastanienhonig

    Der Honig der Edelkastanie ist ein Blütenhonig und kommt in einer braunen Farbe daher, die an Rum erinnert. Seine Konsistenz ist recht flüssig und sein Geschmack kann als kräftig, herb-würzig, warm, karamellig, säuerlich bis süß-fruchtig beschrieben werden.

    Der Edelkastanienhonig passt gut zu Muskatnuss, Mandarine oder Granatapfel . Auch salzige oder scharfe Speisen profitieren von seinen Aromen. Da dieser Honig sehr dominant schmeckt, reichen jedoch kleine Portionen zum Veredeln von Speisen.

    Rosmarinhonig

    Auch Kräuter sind ein beliebtes Ziel von Bienen. Aus Rosmarin entsteht dann beispielsweise ein gold-gelber, leichter Blütenhonig mit Rosmarin-Note, der würzig-fruchtig, zitrusartig und blumig schmeckt. Kombinationen mit Rosinen, Portwein oder Zimt sind besonders lecker, aber auch Wild oder Geflügel sind geeignete Partner.

    Tannenhonig

    Ein Honigtauhonig ist der (Weiß-)Tannenhonig, der in Deutschland vor allem aus Bayern und dem Schwarzwald stammt. Er ist sehr flüssig und dunkel. Der Geschmack ist kräftig, herb und erinnert an würzige Waldluft. Harzige und malzige Aromen sind ebenso enthalten. Aufgrund seiner aufwendigen Ernte ist Weißtannenhonig ist eine echte Rarität. Besonders gut harmoniert er mit Wildbraten oder Rinderfilet. Auch Cocktails vertragen seinen würzigen Geschmack.

    Rezept: Spätsommer-Suppe mit Edelkastanienhonig

    Zutaten für 2 Personen:

    2 Avocados, reif
    2 Bio-Zitronen
    500 ml Buttermilch
    250 ml Gemüsebrühe, kalt
    2 TL Blütenhonig
    Salz
    Chili
    Muskat
    1 Zweig Basilikum
    1 Zweig Koriander
    1 Zweig Minze

    Zubereitung:

    1. Die Avocados halbieren, entkernen und in kleine Stückchen schneiden.
    2. Den Saft von 1 ½ Zitronen auspressen. Ein wenig Zitronenschale abreiben.
    3. Die Avocados zusammen mit dem Zitronensaft, der Zitronenschale, der Buttermilch, der Gemüsebrühe sowie dem Honig mit einem Pürierstab mixen bis eine glatte Suppe entsteht.
    4. Schließlich mit Salz, Chili und Muskat würzen.
    5. Die Kräuter waschen, trocken tupfen und klein hacken. Schließlich vor dem Servieren über die Suppe streuen.