Kalte Sommersuppen – ein Genuss

    Je wärmer der Sommer, desto leichter die Küche. Beliebt sind zum Beispiel Salate, aber auch kalte Varianten der klassischen Suppe. Kalte Suppen sind an heißen Tagen eine leckere Möglichkeit, sich gesund zu ernähren. Wir erklären, woher die Tradition der kalten Suppe kommt, was die Gazpacho so populär macht und welche Zutaten sich für die Zubereitung dieser erfrischenden Suppe eignen.

    Sommergenuss mit Tradition

    Vor allem die spanische Küche ist für kalte Suppenvarianten bekannt. Der Star unter den Gerichten ist sicherlich das andalusische Nationalgericht Gazpacho. Aber auch in Deutschland gehört die Kaltschale traditionell zum sommerlichen Speiseplan: Seit dem 19. Jahrhundert wird sie im Sommer anstelle herkömmlicher Suppe angeboten. Kaltschale kann süß oder pikant zubereitet werden.

    Aufgrund ihrer Grundzutaten werden folgende Varianten unterschieden:
    - Grundlage von Milchkaltschalen sind Milch, Buttermilch, Sauermilch oder Joghurt.
    - Obstkaltschalen werden aus Obst, Obstmark oder Obstsaft hergestellt.
    - Stark gewürzte alkoholische Getränke sind die namensgebenden Zutaten von Bier- und
    Weinkaltschalen.
    - Die Basis von kalten Gemüsesuppen – wie zum Beispiel bei Gazpacho – ist klein geschnittenes oder püriertes Gemüse, das mit Wasser oder Brühe zubereitet wird.

    Gazpacho – die Mutter aller kalter Suppen

    Gazpacho ist eine südspanische kalte Suppe aus ungekochtem Gemüse. Ursprünglich geht die Suppe auf die Mauren zurück und bestand aus Gurken, Brot, Knoblauch, Olivenöl, Essig, Salz und Wasser. Nachdem Christoph Kolumbus im 18. Jahrhundert Tomaten und Paprika aus Amerika nach Europa einführte, wurden diese Gemüsesorten zu festen Zutaten.

    Neben der klassischen Gazpacho gibt es auch zahlreiche Abwandlungen: Mit ausschließlich grünem Gemüse wird sie als grüne Gazpacho angeboten, mit Oliven und Schafskäse als griechische Gazpacho. Die weiße Gazpacho, die „Ajoblanco“, ist ein kaltes Suppengericht aus Malaga und wird mit Mandeln und Trauben oder Honigmelone zubereitet.

    Gazpacho Andaluz – ein leichter Gruß aus dem Süden

    Wer den Klassiker unter den kalten Sommersuppen zu Hause zubereiten möchte, findet hier das passende Grundrezept:

    Zutaten für 4 Personen:
    1 grüne und 1 rote Paprikaschote
    1 kg reife Tomaten
    1/2 Salatgurke
    2 Knoblauchzehen
    1 Gemüsezwiebel
    250 ml kalte Gemüsebrühe
    75 ml Olivenöl
    Salz, frisch gemahlener Pfeffer, Zucker

    Zubereitung Gazpacho Andaluz:

    Paprika und Tomaten häuten, Salatgurke schälen und entkernen, Knoblauch und Zwiebeln schälen und in Stücke schneiden. Das Gemüse in einen Mixer geben, fein pürieren und mit der Gemüsebrühe sowie Olivenöl gut verrühren. Anschließend mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf mit Zucker abschmecken – und im Kühlschrank mindestens eine Stunde gut durchkühlen lassen.

    Die Gazpacho mit frischem Weißbrotwürfeln servieren.

    Tipp: Einen Teil der in kleine Würfel geschnittenen Tomaten, Gurke und Zwiebel separat servieren.

    Varianten zum Probieren

    Grundsätzlich gilt: Gemüse oder Obst mit einem hohen Wasseranteil eignen sich gut für kalte Suppen. Neben Paprika und Tomaten gibt es noch viele andere passende saisonale Sorten. So sind zum Beispiel Gurken eine perfekte Basis: Gurken sind durch ihren hohen Wassergehalt erfrischend, unglaublich vielseitig und lassen sich für eine kalte Suppe wunderbar mit Joghurt oder Buttermilch kombinieren. Ergänzt durch ein edles Lachs-Tatar oder auch den fruchtigen Geschmack von Beeren bietet eine kalte Gurkensuppe kulinarische Abwechslung.

    Wer es lieber fruchtig mag, findet in Melone eine gute Grundlage für kalte Suppen. Klassisch mit Minze oder eher asiatisch mit Ingwer, Zitronengras, Koriander und Chili gewürzt, bietet Melonensuppe einen absolut erfrischenden Snack für heiße Tage.



    Bild: ©AnnaPustynnikova/istock