Küchen 1x1: Äpfel

    Äpfel bereichern die Küche das ganze Jahr. Wir zeigen die ganze kulinarische Bandbreite des Apfels von süß bis herzhaft und verraten, welche gesunden Geheimnisse sich unter der Schale verbergen. Passend dazu gibt es ein Rezept für sommerlichen Flammkuchen mit Apfel.

    Vitamine, Ballaststoffe und positive Nebeneffekte

    Rund 23 Kilo – so viele Äpfel essen die Deutschen im Jahr pro Kopf. Zu Recht: Äpfel sind ganzjährig überall erhältlich, die meiste Zeit sogar aus regionalem Anbau. Aber der Apfel schmeckt nicht nur lecker, er tut auch gut. Obwohl er zu 85 Prozent aus Wasser besteht, stecken in ihm viele gesunde Inhaltsstoffe: über 30 verschiedene Vitamine wie Vitamin A, B, C, E und K, dazu Kalium, Magnesium und Folsäure. Besonders hervorzuheben ist das Pektin: Der Ballaststoff hilft unter anderem, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren, bindet Giftstoffe wie Cholesterin und sorgt für eine gesunde, aktive Darmflora. In der Küche und Industrie wird Pektin als pflanzliches Gelier- und Bindemittel verwendet.

    Sorten, Eigenheiten und Verwendung

    Von den weltweit 30.000 Apfelsorten sind hierzulande etwa 2000 im Handel – Gala, Jonagold oder Braeburn sind nur die bekanntesten. Im Zuge der Slow Food-Bewegung werden in den letzten Jahren vermehrt alte Apfelsorten kultiviert, die klangvolle Namen wie “Der Schöne von Nordhausen” tragen. Unabhängig von der Sorte sollten Äpfel kühl, dunkel und separat von anderem Obst gelagert werden, da das natürlich austretende Reifegas Etyhlen deren Verderb beschleunigen kann.

    Je nach Sorte eignen sich die Äpfel für unterschiedliche Anwendungsbereiche in der Küche: als idealer Kuchen- und Bratapfel ist der Boskoop bekannt, der durch sein mürbes Fruchtfleisch beim Erhitzen gut in Form bleibt und wenig Flüssigkeit abgibt. Perfekt für herzhafte Gerichte eignen sich würzige, aromatische Sorten wie Topaz, Cox Orange oder Idared, die zu Fleisch, Fisch, Käse und in Salaten die nötige Süße und einen kräftigen Apfelgeschmack verleihen.

    Sommerlicher Apfel-Flammkuchen mit Lavendel

    Zutaten für 4 Personen:

    Für den Teig:

    250g Weizenmehl Type 550
    1 Prise Salz
    125ml Wasser
    2 EL Olivenöl

    Für den Belag:

    4 große Äpfel
    4 rote Zwiebeln
    4 Stiele Thymian
    125g Schmand
    4 EL Akazienhonig
    Fleur de Sel
    15g Lavendelblüten, getrocknet
    Rosa Pfefferbeeren

    Zubereitung:

    Für den Teig:

    1. Mehl und Salz mischen
    2. Unter Zugabe von Wasser und Olivenöl mit schnellen, kräftigen Bewegungen zu einem glatten Teig kneten
    3. Zu einer Kugel formen, in 4 gleich große Kugeln teilen und diese flach ausrollen

    Für den Belag:

    1. Äpfel und Zwiebeln in etwa gleich dicke Scheiben bzw. Ringe schneiden
    2. Thymian waschen, trockenschleudern und die Blättchen abzupfen
    3. Schmand auf dem Teig verstreichen
    4. Äpfel und Zwiebeln abwechselnd schichten
    5. Honig über den Belag träufeln
    6. Bei 180 Grad Ober-Unterhitze etwa 25 Minuten backen, bis die Zwiebeln leicht braun und die Äpfel weich sind
    7. Nach dem Backen mit Fleur de Sel, Lavendel und Pfefferbeeren bestreuen und noch warm servieren

    Bild 1: ©foodinaire/adobestock

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