Das Küchen 1x1 der Öle

    Wer viel und gerne kocht, dem begegnen sie täglich: Pflanzenöle wie Kokosöl, Olivenöl oder Erdnussöl. Sie werden aus unterschiedlichen Früchten und Samen aus der ganzen Welt gewonnen, weshalb die Vielfalt an Pflanzenölen quasi unerschöpflich ist. In diesem Küchen 1x1 stellen wir fünf Sorten näher vor und erklären, welches „flüssige Gold“ sich für welchen Zweck am besten eignet.

    Nicht nur eine Frage des Geschmacks: nativ oder raffiniert?

    Grundsätzlich unterscheidet man native und raffinierte Öle. Native Speiseöle werden lediglich durch Pressen und ohne zusätzliche Wärmezufuhr gewonnen. Das ist besonders schonend. Bei der sogenannten Kaltpressung bleiben viele der hitzeempfindlichen Vitamine und ungesättigten Fettsäuren erhalten. Bei raffinierten Ölen werden Trübstoffe und Pflanzenreste durch einen chemischen Prozess aus dem Öl entfernt. Es wird dadurch länger haltbar und hitzebeständiger, doch viele wertvolle Inhaltsstoffe gehen verloren. Während raffinierte Öle geschmacklich neutral und damit universeller einsetzbar sind, besitzen native Öle meist einen intensiven, kräftigen Geschmack.

    Olivenöl – der mediterrane Klassiker

    Aus der mediterranen Küche ist Olivenöl nicht wegzudenken. Was den Geschmack angeht, gibt es eine riesige Bandbreite – von fruchtig-mild bis bitter. Das macht Olivenöl zu einem wichtigen Bestandteil von Salaten und vielen anderen Rezepten. In der Antike wurden dem Olivenöl übrigens medizinische Wunderkräfte nachgesagt. Warum? Natives Olivenöl ist nicht nur köstlich, es ist auch richtig gesund! Das Öl liefert dem Körper zum Beispiel reichlich ungesättigten Fettsäuren, allen voran Oleinsäure.

    Kürbiskernöl – verfeinern mit herber Note

    Kürbiskernöl wird aus den gerösteten Samen von Kürbissen gewonnen. Typisch ist seine dunkelgrüne Farbe und ein nussiger, leicht herber Eigengeschmack. Kürbiskernöl eignet sich vor allem als Salatöl aber auch zum Verfeinern von pikanten und süßen Gerichten. Zum Braten ist Kürbiskernöl dagegen nicht geeignet, da es nicht zu stark erhitzt werden sollte.

    Kokosöl – frittieren, backen oder pflegen

    Kokosöl ist extrem vielseitig und kommt in den unterschiedlichsten Rezepten zum Einsatz. Das Öl ist lange haltbar, lässt sich auf bis zu 200 Grad erhitzen und eignet sich aufgrund seines neutralen Geschmacks perfekt zum Frittieren oder Backen. Auch in Kosmetik wird Kokosöl häufig eingesetzt und das nicht nur wegen seines Duftes. Seine wertvollen, feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffe straffen und revitalisieren die Haut und können Reizungen lindern.

    Traubenkernöl – ein fruchtiger Küchenschatz

    Stellt man sich die Größe von Traubenkernen vor, wird einem schnell klar, dass für einen Liter Öl eine ganze Menge davon benötigt werden. Um genau zu sein: rund 40 kg Kerne aus zwei Tonnen Trauben. Aus diesem Grund gehört natives Traubenkernöl auch zu den teuersten Speiseölen überhaupt. Dafür enthält es aber eine geballte Ladung gesunder Inhaltsstoffe und begeistert in der Küche durch sein süßliches bis bitter-fruchtiges Aroma.

    Erdnussöl – ein Hauch Asien

    Während Erdnussöl als Basis vieler asiatischer Rezepte dient, gilt es in der deutschen Küche als exotischw. Dabei ist es sehr gesund und bringt alle Eigenschaften mit, die zum Braten und Frittieren nötig sind. Im asiatischen Raum wird Erdnussöl zum Beispiel für die Zubereitung von Wok-Gerichten genutzt, aber auch zum Frittieren von Fisch und anderen Meeresfrüchten. Dank seines nussigen Aromas legt es auch im Salatdressing einen köstlichen Auftritt hin.

    Bild: ©AlexPro9500/istock


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