Mai-Highlight Kohlrabi: Wissenswertes rund um die Zubereitung, Inhaltsstoffe und den eigenen Anbau

    Neben Rhabarber, Erdbeeren und Mangold ist auch Kohlrabi im Mai aus saisonalem Anbau verfügbar. Der Geschmack der grün-weißen bis blau-violetten Knollen erinnert an Kohl und Rettich, ist jedoch zarter, süßlich und leicht nussig. Wie wird das bekömmliche Gemüse zubereitet und gelagert, was steckt Gutes drin und worauf gilt es beim Anbau im eigenen Garten zu achten? All diese Fragen werden hier beantwortet.

    Kohlrabi Saison

    Kohlrabi ist ein typisch deutsches Gemüse – das wird selbst im Ausland wahrgenommen. Länder wie Russland oder Japan haben den deutschen Namen für die milde Knolle übernommen.

    Die Erntezeit für Kohlrabi als Freilandware erstreckt sich in Deutschland über etwa ein halbes Jahr. Er ist hier von Ende Mai bis Ende Oktober frisch vom Feld erhältlich. Vorwiegend wird das Gemüse in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen angebaut.

    Wie gesund ist Kohlrabi?

    Das leckere Knollengemüse enthält viele gesunde Inhaltsstoffe, über die sich unser Körper freut. Besonders hoch ist die Konzentration von Vitaminen und Nährstoffen in den Kohlrabiblättern, die perfekt in Salaten oder Smoothies verwendet werden können.

    Vitamine: Kohlrabi überzeugt nicht nur mit B-Vitaminen, die gut für das Nervensystem und die Durchblutung sind, sondern besitzt auch mehr Vitamin C auf 100 Gramm als Zitronen. Das stärkt unsere Immunabwehr. Das darüber hinaus enthaltene Vitamin A (Beta-Carotin) schützt vor Herzerkrankungen.

    Mineralstoffe: Auch mit zahlreichen Mineralstoffen punktet Kohlrabi. Magnesium ist gut für Knochen und Muskeln, Kalium unterstützt einen stabilen Blutdruck und auch Kalzium tut unseren Muskeln und Zähnen gut.

    Ballaststoffe: Das Gemüse ist ballaststoffreich. Auf diese Weise hält es lange satt und fördert die Verdauung.

    Kalorien: Kohlrabi ist ein echter Schlankmacher. Weil er zu großen Teilen aus Wasser besteht, werden pro 100 Gramm nur etwa 30 Kalorien gezählt. 

    Kohlrabi kochen: So geht’s

    Geschält und in handliche Stücke geschnitten lässt sich frischer Kohlrabi wunderbar roh essen. In gekochter Form überzeugt das Gemüse in vielerlei Varianten – vom klassischen Wohlfühlrezept mit Sahnesoße bis hin zum puren Genuss, der nur durch ein wenig Butter und Gewürze unterstrichen wird.

    - Zuerst die Stiele und Blätter entfernen. Die Blätter können ebenfalls weiterverarbeitet werden und ähneln in ihren Zubereitungsmöglichkeiten Spinat oder Kräutern.

    - Dann die Knollen von ihrer Schale befreien. Holzige Stellen entfernen.

    - Den Kohlrabi in Stückchen schneiden und in gesalzenem, kochenden Wasser für 10 bis 15 Minuten bissfest garen. 

    - Als Garprobe eignet sich ein Stich mit dem Messer. Ist nur noch wenig Widerstand spürbar, ist das Gemüse gar.

    - Um besonders viel Aroma herauszukitzeln, kann der Kohlrabi anschließend in ein wenig zerlassener Butter geschwenkt werden. Wer mag, kann den bissfesten Kohlrabi an dieser Stelle auch mit Sahne aufkochen und die cremige Soße mit Stärke andicken.

    - Mit Salz, Petersilie und Muskatnuss würzen. 

    - Soll die Knolle im Ganzen gekocht werden, erhöht sich die Garzeit je nach Größe auf 20 bis 30 Minuten.

    Tipp: Die kleinen Knollen sind zarter und weniger holzig als ihre voluminösen Verwandten und die Farbe gibt Aufschluss über den Geschmack: Die violetten Kohlrabi sind würziger als die grün-weißen Exemplare.

    Kohlrabi mal anders

    Die klassische, gekochte Variante kennen die meisten wahrscheinlich seit Kindertagen. Das Gemüse bereichert den Speiseplan aber auch in zahlreichen anderen Kreationen. Man kann Kohlrabi braten, paniert als vegetarisches Schnitzel oder Püree servieren, im Backofen zubereiten, für grüne Smoothies verwenden oder blanchieren – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

    Was passt zu Kohlrabi?

    Perfekte geschmackliche Partner sind neben Fleisch auch Fisch wie Lachs oder Gemüsesorten wie Erbsen oder Möhren. Kombiniert mit scharfen Radieschen oder süß-saurem Apfel lässt sich ein leckerer Sommersalat kreieren. Auch Kartoffeln oder Reis harmonieren zu Kohlrabi.

    Kohlrabi lagern: So bleibt das Gemüse frisch

    Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Kohlrabi aus Freilandanbau bis zu drei Wochen. Die Blätter und Stiele sollten in diesem Fall allerdings entfernt werden, weil sie der Knolle Wasser entziehen. Zusätzlich hilft es, die Knolle in ein feuchtes Küchentuch einzuschlagen.

    Kohlrabi eignet sich auch gut zum Einfrieren. Dafür wird das Gemüse zuvor blanchiert. Nachdem es abgekühlt ist, wird es portionsweise in einem luftdichten Beutel verstaut – so hält sich Kohlrabi auch über die Saison hinaus.

    Kohlrabi pflanzen: Tipps und Tricks

    Jede Zutat schmeckt noch besser, wenn sie aus dem eigenen Garten kommt, das gilt auch für Kohlrabi. Zudem wächst das Gemüse schnell und unkompliziert. Mit diesen Tipps und Tricks gelingt der Genuss von Kohlrabi aus eigenem Anbau.

    - Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein.

    - Kohlrabi mögen einen lockeren, humusreichen und gleichmäßig feuchten Boden.

    - Die vorgezogenen Pflanzen können im Gartencenter gekauft werden.

    - Eingesetzt werden die Pflanzen, je nach Wetter, Ende März bis Mitte April. 

    - Damit die Knollen später nicht auf der Erde aufliegen und die Gefahr der Fäulnis besteht, werden die Pflanzen nur maximal 4 Zentimeter tief in den Boden eingesetzt.

    - Während der Wachstumsphase regelmäßig gießen, Staunässe gilt es jedoch zu vermieden.

    - Der Abstand der Pflanzen beträgt je nach Sorte mindestens 30 mal 30 Zentimeter.

    - Nach 8 bis 12 Wochen ist es dann soweit: Man kann den eigenen Kohlrabi ernten. Dafür die Knolle am Strunk abschneiden und die äußeren Blätter entfernen. 

    Bild: ©bhofack2/istock