Martinsgans mit fruchtigem Rotkohl-Salat – Festessen mal anders!

    Wer auf der Straße einen Umzug entdeckt, bei dem zahlreiche Kinder den Abend mit ihren bunten Laternen erleuchten, weiß: es ist Sankt-Martins-Tag. Zu diesem Tag gehören aber nicht nur die hellen Lichter, sondern traditionell auch ein Festessen mit Martinsgans. Wir verraten woher diese Tradition kommt und inspirieren mit einer ungewöhnlichen Beilage.

    Was haben Gänse mit Sankt Martin zu tun?

    Ob beim Adventsessen, an den Weihnachtsfeiertagen oder zu Silvester, ein Gänsebraten passt perfekt zu den Festtagen. Doch woher kommt der Brauch am Martinstag, dem 11. November, einen Gänsebraten zu verspeisen?

    Eine Erklärung liegt im Christentum begründet. Der heilige Martin gilt hier als Schutzpatron der Armen. Als römischer Soldat traf er, der Erzählung nach, auf einen frierenden Bettler. Um diesem zu helfen teilte er seinen eigenen Mantel mit dem Schwert und schenkte dem Bettler eine Hälfte. Im weiteren Verlauf seines Lebens wurde Martin dann zum Bischof von Tours geweiht und schließlich heiliggesprochen.

    Der Gänsebrauch entstammt angeblich der Situation, als Sankt Martin von seiner Bischofswahl erfuhr. Aus Bescheidenheit wollte er der Wahl entgehen und soll sich daraufhin in einem Gänsestall versteckt haben. Die Gänse haben sein Versteck jedoch mit ihrem Geschnatter verraten.

    Eine weitere Erklärung ist, dass im Mittelalter am 11. November die Bauern ihre Pacht an den Lehnsherren zahlen mussten. Diese wurde oft in Naturalien – wie beispielsweise einer Gans – beglichen.

    Doch auch ohne wasserdichte historische Erklärung, freuen sich Freunde und Familie über einen saftigen Gänsebraten. Eine passende Beilage rundet das gemeinsame Festmahl ab.

    Variationen vom Rotkohl

    Klassischerweise wird ein Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen serviert. Diese Kombination ist nicht umsonst besonders beliebt, die Zutaten passen einfach super zusammen! Um jedoch ein bisschen frischen Wind auf den festtäglichen Teller zu zaubern, gibt es wunderbare Rezept-Variationen, die mit dem roten Gemüse spielen. Probieren Sie doch beispielsweise mal ein Rotkohl-Kartoffel-Gratin oder einen lauwarmen Rotkohlsalat mit Früchten wie Feige, Apfel oder Brombeeren. Auch orientalisch inspirierte Kombination mit Bulgur und Fetakäse oder eine Tarte mit Rotkohl ergänzen wunderbar die Gans.

    Rezept: Lauwarmer Rotkohlsalat mit Feigen und Brombeeren

    Zutaten für 4 Personen:

    ½ Rotkohl
    3 EL Olivenöl
    1 TL Zucker
    5 Feigen, getrocknet
    50 g Brombeeren
    1 Zitrone
    100 g Feta
    50 g Walnüsse
    Salz
    Pfeffer

    Zubereitung:

    1. Den Kohl waschen, den Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden. Nun mit 1 EL Olivenöl vermischen.
    2. Eine versiegelte Pfanne erhitzen und den Kohl darin anschwitzen. Dabei mit Zucker Salz sowie Pfeffer würzen.
    3. Die getrockneten Feigen klein hacken.
    4. Die Brombeeren waschen und trocken tupfen. Sollten keine frischen vorhanden sein, einfach tiefgefrorene Brombeeren nutzen.
    5. Nun den Rotkohl, die Feigen und die Brombeeren vermengen.
    6. Den Saft der Zitrone auspressen und mit 2 EL Olivenöl mit dem Salat mischen.
    7. Den Feta klein hacken und über das Ganze streuen.
    8. Schließlich die Walnüsse hacken, in einer versiegelten Pfanne anrösten und über den Salat geben.

    Den lauwarmen Salat zur Gans servieren.