Mehr als nur belegtes Brot: Sandwiches sind der perfekte Alltagsbegleiter

    “Früher hieß das einfach nur belegtes Brot!”, mag manch einer denken beim Anblick der dick bepackten Sandwiches, die heute bei Bäckereien und Cafés liegen. Dort zahlt man mitunter stolze Preise für die Stulle zum Mitnehmen – was sie alles kann und wie sie hausgemacht am leckersten wird, zeigen wir mit unseren Tipps und einem Rezept.

    Von der Queen bis zum Börsenmakler: Alle lieben Sandwiches
    Am bekanntesten ist sicherlich das klassisch britische Gurken-Sandwich, wie es zum Nachmittagstee gereicht wird: weißes Toastbrot ohne Rand, darauf etwas Butter und dünne, gesalzene Gurkenscheiben. Berühmt in New York ist das Pastrami-Sandwich, das zwischen zwei rustikalen Scheiben Weißbrot jede Menge feingeschnittenes Pastrami, also geräucherten Rinderschinken, enthält. Aus Frankreich kennt man Croque Monsieur, bei dem zwischen zwei leicht gesüßte Brioche-ähnliche Brotscheiben Käse und Kochschinken gelegt werden und das Sandwich anschließend im Ofen goldbraun gebacken wird. Das Tramezzini ist in Italien in aller Munde: Toastbrot ohne Rinde, wird hierbei in Dreiecke geschnitten und kann mit Variationen aus Salaten mit Mayonnaise, Schinken oder gar gekochten Pilzen belegt werden – nur in Deutschland fristet das Sandwich ein Schattendasein als schnelle Zwischenmahlzeit oder dröges Pausenbrot. Zu Unrecht!

    Gesund, schnell gemacht und variantenreich
    Die Vorteile eines guten Sandwich liegen buchstäblich auf der Hand. Es ist schnell zubereitet, praktisch zu essen und lässt sich so vielseitig variieren, dass garantiert keine Langeweile aufkommt. Es schmeckt klassisch mit Toastbrot, aber auch in der Vollkorn-Variante, mit saftigem Sauerteigbrot oder Varianten wie türkischem Fladenbrot oder indischem Naan.

    Von kaltem Braten, Tofustreifen, dünnen Obstscheiben, diversen Käse- und Wurstsorten bis hin zur süßen Variante mit Honig, Ziegenfrischkäse und Beeren ist als Belag alles erlaubt, was schmeckt. Auch Blattsalate, Kräuter und Sprossen dürfen nicht fehlen. Für besseren Zusammenhalt und noch mehr Aroma eignen sich klassisch Butter, Senf und Mayo, aber auch Gemüseaufstriche, Pesto oder sogar Grillsoßen und Chutneys. Üppig belegt und gut eingepackt in Butterbrotpapier – Extrapunkte in Sachen Optik und Halt gibt das Umwickeln mit Garn – ist das Sandwich der perfekte Begleiter für alle Abenteuer des Alltags: von der Wanderung bis zum Shopping-Marathon, vom Büro-Lunch bis zum Picknick im Grünen.

    Rezept: Pastrami-Sandwich Deluxe (für 2 Sandwiches)

    Zutaten:

    4 große Scheiben Weißbrot
    1 große Möhre
    1 Frühlingszwiebel
    10 Scheiben Pastrami
    4 EL Mayonnaise
    2 EL grober Senf
    1/2 TL Paprikapulver
    etwas Zitronensaft
    einige Spritzer Tabasco
    4 Blätter Eichblattsalat
    2 EL Kräutersenf
    2 EL Röstzwiebeln

    Zubereitung:

    1. Möhren und Frühlingszwiebel in feine Streifen schneiden und in wenig Öl in der Pfanne leicht bräunen lassen, herausnehmen. Die Brotscheiben in der Grillpfanne von beiden Seiten anrösten.
    2. Für das Dressing Mayonnaise mit grobem Senf, Paprikapulver und Zitronensaft vermengen, mit Salz, Pfeffer, Tabasco abschmecken. Nun die untere Brotscheibe mit der Mayo-Senf-Mischung bestreichen und mit Salat und Pastrami belegen. Den Cheddar darauflegen und kurz unter den Grill legen. Mit Möhren, Frühlingszwiebeln und Röstzwiebel garnieren und die zweite, mit Kräutersenf bestrichene Brotscheibe oben auflegen.

    Variante: Statt Pastrami eignet sich auch anderes würziges Fleisch, zum Beispiel Wacholderschinken. Vegetarier ersetzen Pastrami durch 2 Scheiben gebratenen Mandel-Nuss-Tofu.