Neue Facetten auf dem Keksteller: Vanillekipferl-Variationen von klassisch bis modern

    Schon der Gedanke an Vanillekipferl lässt uns das Wasser im Munde zusammenlaufen: herrlich mürb, buttrig zart und mit unvergleichlicher, intensiver Vanille-Note. So nascht man gerne mal ein, zwei, drei, viele der beliebten Mürbteig-Kekse. Und das Beste: Sie lassen sich auch spannend neu interpretieren. Mit unseren Rezepten für Pistazien- und Matchakipferl wird der Weihnachtsteller nicht nur bunter, sondern auch noch facettenreicher.  

    Vanillekipferl sind der beste Beweis dafür, dass die guten Dinge im Leben nicht kompliziert sein müssen. Schon unsere Urgroßmütter buken zur Weihnachtszeit die Kekse nach der simplen Rezeptur: Mehl, Butter, Zucker, gemahlene Nüsse – mehr nicht. Noch warm werden die Kipferl in mit Bourbon-Vanille aromatisiertem Puderzucker gewendet und erhalten so ihren charakteristischen Geschmack. Traditionell werden die Kipferl übrigens ohne Ei gebacken. Durch die Zugabe von Ei würde der Teig weniger mürb und knusprig und bei längerer Lagerung schneller zäh.

    Mittlerweile gibt es unzählige Varianten und Abwandlungen: mit gemahlenen Walnüssen, Haselnüssen, Erdnüssen oder verfeinert mit geriebener Zitronenschale, Marzipanaroma oder gemahlenem Mohn. Besonders hübsch zum Verschenken werden sie mit einigen Tropfen Lebensmittelfarbe im Teig. Also ran an die Bleche! Überraschen Sie in diesem Jahr mit dem Original oder einer unserer Varianten.

    Rezept: Vanillekipferl

    Zutaten für 2 Bleche:

    200 g Butter
    Mark einer halben Vanilleschote
    250 g Mehl
    100 g gemahlene Mandeln
    100 g Zucker
    100 g Puderzucker
    Mark einer ganzen Vanilleschote
    Salz

    Zubereitung:

    1. Butter erwärmen und Vanillemark darin einrühren. Schote kurz darin ziehen lassen und entfernen.
    2. Mehl, Mandeln, Zucker und Prise Salz vermischen und zusammen mit der Butter zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
    3. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
    4. Den Ofen auf 170°C vorheizen.
    5. Aus dem Teig Kipferl formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
    6. 10-12 Minuten backen. Die Kipferl sollen an den Spitzen noch hell sein.
    7. Mark der Vanilleschote auskratzen und mit dem Puderzucker mischen.
    8. Kipferl mit Hilfe von zwei Kuchengabeln oder einem Löffel noch heiß in der Zuckermischung wenden.
    9. Vollständig auskühlen lassen und in einer Keksdose schichten.

    Variante: Pistazienkipferl

    Für intensive Pistazienkipferl werden die gemahlenen Mandeln aus dem Grundrezept mit 100 g Pistazien ersetzt. Da es Pistazien selten bereits gemahlen zu kaufen gibt, empfiehlt es sich, gehackte Pistazien zu kaufen und sie selbst in der Küchenmaschine oder im Fissler fine cut fein zu mahlen.

    Variante: Matchakipferl

    Matcha, das japanische Grünteepulver mit dem charakteristisch milden Grüntee-Geschmack, passt auch wunderbar in die Weihnachtsküche. Dafür werden vom Grundrezept 3 Esslöffel Mehl abgezogen und durch Matchapulver ersetzt. Die restliche Zubereitung bleibt dieselbe. Nach Geschmack passt auch frischer Orangenabrieb gut in den Teig. Hier besonders darauf achten, dass die Kipferl schön hell bleiben, denn Matcha entwickelt bei zu hohen Temperaturen schnell eine bittere Note.

    Bild 1: ©MarinaZg/iStock
    Bild 2: ©beats3/iStock