So schmeckt der Sommer: Leichte Küche

    Wenn die Temperaturen im Sommer nach oben klettern, ist nicht nur der Sprung in den See eine willkommene Abkühlung, auch der Appetit auf frisches und leichtes Essen nimmt zu. Wir zeigen, welche sommerlichen Gerichte bei Hitze nicht beschweren und wie sich kulinarische Inspirationen aus dem Urlaub in die Alltagsküche der warmen Monate integrieren lassen.

    Je leichter, desto besser

    Ob Grillparty in großer Runde, Snacks zum Picknick oder Abendessen am Ende eines langen Arbeitstages, in den heißen Monaten kommt es auf dem Teller vor allem auf Leichtigkeit an. Denn das Essen sollte dem Körper keine zusätzliche Anstrengung abverlangen oder noch mehr Schweißperlen auf die Stirn treiben, als es die Sommersonne eh schon tut. Obwohl die meisten Menschen ganz automatisch auf Lebensmittel und Rezepte zurückgreifen, die frisch, leicht und bekömmlich sind, gibt es dennoch einige Tipps, die das Leben im Sommer noch unbeschwerter machen.

    Tipps und Tricks: Essen bei Hitze

    Um den Körper bei warmen Temperaturen zu entlasten, hilft es, über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen zu essen statt drei üppige Mahlzeiten. Darüber hinaus ist es ratsam, den Genuss von scharfen oder fettigen Gerichten auf den Herbst zu vertagen, da diese den Kreislauf zusätzlich zum Wetter belasten. 

    Besser eignen sich kalte oder lauwarme, leichte Speisen, bei denen Salat oder gedünstetes Gemüse im Mittelpunkt stehen. Auch zarter Fisch oder mageres Fleisch sowie bekömmliche Beilagen aus Kartoffeln oder Reis strengen nicht zu sehr an und spenden Energie für die Sommeraktivitäten. Obst mit hohem Wassergehalt erfrischt als Snack oder Nachtisch und füllt ganz unbemerkt den Wasserspeicher wieder auf. 

    Zutaten mit Frischekick

    Es gibt Lebensmittel, die sich besonders gut für leichte Gerichte im Sommer eignen. 

    Wasserhaltiges Gemüse: Gurke, Tomate, Radieschen, Rettich, Zucchini oder Spinat schmecken nicht nur frisch, sondern wirken zudem positiv auf den Wasserhaushalt des Körpers. 

    Salate: Rucola, Endiviensalat oder Lollo Rosso – die Liste an leckeren Salaten ist lang und trägt im Sommer zur Abwechslung auf dem Speiseplan bei.

    Kräuter: Eine Extraportion Frische bringen Kräuter wie Zitronenmelisse, Salbei oder Basilikum. Auch Pfefferminze schmeckt nicht nur in der Limo, sondern ebenso in Salaten. 

    Wasserhaltiges Obst: Der Klassiker ist, wie der Name schon verrät, die Wassermelone. Aber auch Pfirsiche, Kiwis, Äpfel oder Birnen besitzen einen hohen Wassergehalt.

    Beeren: Sommerzeit ist die Hochsaison für Beerenobst aus Deutschland. Erdbeeren, Blaubeeren und Heidelbeeren wirken hydrierend und beleben durch zahlreiche Vitamine und Antioxidantien. 

    Sommergerichte: Internationale Inspirationen

    Salate in allen Formen und Farben sind das klassische Go-To-Gericht im Sommer. Darüber hinaus gibt es allerdings zahlreiche weitere Speisen, die warme Tage genussvoll und geschmacklich abwechslungsreich machen. Besonders eignen sich Gerichte, die an Urlaub erinnern. Zusätzliches Plus: Die mediterrane oder asiatische Küche ist perfekt auf warmes Wetter ausgelegt.

    In Andalusien genießt man beispielsweise unbeschwert und erfrischend Gazpacho, eine kalte Suppe aus Gemüse. Ein typisches Rezept wird mit Tomaten, Salatgurke und Paprika zubereitet und mit Knoblauch gewürzt. Ein Blick nach Griechenland inspiriert hingegen zu Fetapäckchen mit Tomatensugo und Olivensalat. 

    Auch auf der anderen Seite der Welt finden sich Anregungen, die Schwung auf den sommerlichen Teller bringen. Statt der klassischen Grillwurst mit Ketchup und Senf lohnt es, das Repertoire auszuweiten und dem Barbecue einen australischen Anstrich zu geben – mit Lammspießen mit Cocktailtomaten und Zucchini mit fruchtiger Kiwi-Salsa.

    Steigt die Sehnsucht nach Strand und Meer, ist der Gedanke an Hawaii nicht weit entfernt. Auch wenn das Surfen in der Stadt schwierig wird, mit einer Poke Bowl kann man die Südsee im Alltag dennoch schmecken. Die Kombination aus rohem marinierten Fisch mit Reis oder Salat und frischen Toppings wie Avocado und Ingwer wirkt wie ein kleiner Urlaub.

    Nach Vorbild der asiatischen Küche wird Gemüse und Fisch schonend gedämpft. Das funktioniert nicht nur in einem traditionellen Dämpfkörbchen aus Bambus, sondern auch mit Hilfe eines Dämpfeinsatzes in beinahe jedem Topf oder Wok. Dabei bleiben die Konsistenz, die intensive Farbe sowie wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente fast in vollem Umfang erhalten. So schmeckt es gleich noch frischer!

    Mehr trinken: So geht’s

    Regel Nummer eins an heißen Sommertagen: Viel Wasser trinken! Doch obwohl der Körper aufgrund des Schwitzens einen höheren Wasserbedarf hat, fällt das ausreichende Trinken vielen schwer. Ein bisschen einfacher wird es, wenn Aromen ins Spiel kommen: Dafür einfach Saft mit vier Teilen Wasser zur Schorle mischen. Ein wenig ausgefallener geht es hingegen mit selbstgemachten Limonaden oder Eistee zu. 

    Auch wenn es im ersten Augenblick verlockend wirkt, ein eiskaltes Getränk sollte nicht die erste Wahl sein, denn dieses bringt – statt einem Kühleffekt – den Körper dazu, noch mehr Wärme zu produzieren.