The early bird – Radieschen

    Nach den langen Wintermonaten freuen wir uns darauf, endlich wieder frisches regionales Gemüse beim wöchentlichen Einkauf zu finden. Zu den ersten Boten der neuen Gemüsesaison gehören Radieschen. Sie werden gesät, sobald der erste Frost vorbei ist, und können bereits drei bis vier Wochen später geerntet werden. So können wir bereits im Frühling die ersten frischen und durch ihre subtile Schärfe erfrischenden kleinen roten Knollen verzehren.  

    Klein aber oho

    Radieschen gehören in die Familie der Kreuzblütengewächse und werden oft als die kleine Schwester des Rettich bezeichnet. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Formen: Von der typischen rot glänzenden Kugel bis hin zu weißen Eiszapfen-Radieschen und anderen Kegel-, Zylinder- und Rundformen in Rot, Weiß und Gelb. Gemeinsam ist ihnen allen ihre feine Schärfe, die durch das in der Knolle enthaltene Senföl (Glucosinolat) entsteht. Damit schützt sich das Radieschen eigentlich gegen Fressfeinde, gerade diese Schärfe macht es aber auch sehr gesund: Die enthaltenen Stoffe wirken nämlich antibakteriell und können so zum Beispiel Krankheitserreger auf den Schleimhäuten und im Nasen-Rachen-Raum abtöten.

    Kugelrundherum einsetzbar

    Radieschen können Sie frisch, roh und kalt mit ein bisschen Salz als „Energiekugeln“ oder kleingeschnitten im Salat genießen, aber auch blanchiert oder geröstet als Gemüsebeilage zum Hauptgang oder in Form von Suppen oder Smoothies sorgen sie für eine besondere Note. Sogar die jungen Blätter des Radieschen können gegessen werden - sie werden einfach wie Spinat in Salaten oder warm zubereitet und schmecken wunderbar zart.

    Geröstete Radieschen

    Geröstete Radieschen sind eine schöne Alternative zu klassischem Ofengemüse und im Vergleich zu Ofenkartoffeln, Kürbis und vielen anderen Gemüsearten sehr schnell zubereitet. Die typische Schärfe der kleinen Knollen wird durch das Erhitzen im Ofen deutlich abgemildert.

    So können Sie die Radieschen im Ofen zubereiten:

    Zutaten:
    2 Bund Radieschen, Enden abgeschnitten
    2 EL Olivenöl
    1 TL getrockneter Thymian
    1 Knoblauchzehe
    Meersalz
    Pfeffer
    1 Limette

    Zubereitung:
    1. Zuerst schneiden Sie bei den Radieschen die Wurzeln und Blätter ab und vierteln die Knollen.
    2. Vermischen Sie dann das Olivenöl, Thymian und Knoblauch in einer Schüssel - und wenden Sie anschließend die Radieschen darin.
    3. Breiten Sie die Radieschen auf einem Backblech aus, salzen Sie die Radieschen und rösten Sie diese dann im auf 230 °C vorgeheizten Ofen für ca. 15 Minuten. Wenden Sie die Radieschen während dieser Zeit alle 5 Minuten.
    4. Lassen Sie die Radieschen anschließend ein bisschen abkühlen und träufeln Sie sie dann Limettensaft darüber.

    Green Smoothie mit Radieschen

    Von der Knolle bis zum Grün - auch im Radieschen-Grün stecken viele Nährstoffe, die zum Wegwerfen viel zu schade sind. Sie eignen sich perfekt als gesunde und farbintensive Ergänzung für Green Smoothies.

    Zutaten:
    60 g Radieschen-Grün (Menge von 1 Bund)
    1 Banane
    1 pinke Grapefruit
    1 EL Zitronensaft
    150 ml frisch gepresster Orangensaft
    50ml stilles Wassser
    1 TL Leinöl

    Zubereitung:
    1. Zuerst zupfen Sie das Radieschengrün ab – verwenden Sie nur die frischen und grünen Blätter –, waschen und trocknen Sie es, bevor sie es hacken. Geben Sie anschließend das gehackte Radieschengrün gemeinsam mit der geschälten Banane in den Mixer und pürieren dies.
    2. Pressen Sie nun die Grapefruit und die Orangen aus, geben Sie den Saft zusammen mit Zitronensaft, Wasser sowie Leinöl hinzu und vermixen alles zu einem cremigen Smoothie. Der Smoothie schmeckt am besten, wenn er frisch genossen wird!

    Bild 1: ©LiliGraphie/istock
    Bild 2: ©nickola_che/adobestock