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    Schnittlauch, Petersilie, Basilikum – die üblichen Verdächtigen auf der Fensterbank sind schnell identifiziert. Aber wie sieht eigentlich Thymian aus und wozu passt er gut? Wir klären auf, was der schüchterne Tausendsassa alles kann. Thymian oder Quendel, wie er in einigen älteren Kochbüchern noch bezeichnet wird, ist in Mitteleuropa schon seit dem Mittelalter bekannt. Der niedrige Strauch mit den mattgrünen und leicht spitzen Blättchen wächst geduckt an sonnigen Orten und fällt höchstens durch seine feinen blasslila Blüten im Hochsommer auf. Genügsam wie er ist, braucht er im Garten oder auf der Fensterbank nicht viel Aufmerksamkeit, nur viel Licht. Dabei stecken in ihm eine Menge Aroma und bedeutsame Heilstoffe, die bis heute genutzt werden. Mediterrane Küche: Nicht ohne Thymian!Am bekanntesten ist er wahrscheinlich als Bestandteil der Würzmischung “Kräuter der Provence”: hier findet er sich gerebelt in getrockneter Form neben Thymian, Majoran, Bohnenkraut, Lavendel und Rosmarin und sorgt für südländisches Flair in der Küche, zum Beispiel in Ratatouille, geschmorten Fleischgerichten und zu Kartoffeln. Auch einzeln macht er sich hierzu hervorragend und besonders im Sommer gesellt