Auf kulinarischem Streifzug- internationalen Food-Hotspots

    Zwischen jahrhundertealten Bäumen und Laub vom Vorjahr begibt man sich in Skandinavien wieder auf die Suche nach heimischen Wildkräutern, Beeren und Pilzen. Als Reaktion auf die Vielzahl und Grenzenlosigkeit der Möglichkeiten einer globalisierten Welt hat sich der Wunsch nach Orientierung, Vertrautheit und Natürlichkeit entwickelt. Mit Flechten aus den Wäldern Nordeuropas, Fisch aus den umliegenden Gewässern und saisonalem Gemüse von Bauern aus der Region widmen sich in den Nordischen Ländern neben Gastronomen auch Hobbyköche der kulinarischen Rückbesinnung auf die Natur. In den letzten Jahren haben sie nicht nur die „nordic Cuisine“ revolutioniert, sondern auch dem Local-Food-Trend den Weg in die Welt geebnet.

    Die neue „Andenküche“

    Dreizehn Flugstunden in süd-westlicher Richtung wird die Globalisierung am Esstisch zelebriert. Peru, das einstige Land der Inkas, ist heute Heimat verschiedenster Kulturen: Spanier, Afrikaner, Italiener, Chinesen und Japaner peppen gemeinsam mit Einheimischen traditionell peruanische Rezepte durch neue Techniken auf. So wird inzwischen zum Beispiel mit Miso mariniert wie in Japan. Von feurig scharf bis bitter-herb – in der „Cuchina novo andina“, der neuen „Andenküche“, ist jede Geschmacksrichtung erlaubt. Rinderzunge mit süßen Muscheln, angebrannte Algen, und sogar Meerschweinchen und Alpaka-Tatar finden sich in Lima auf der Speisekarte. Die lokalen Restaurants haben darüber hinaus im ganzen Land Experten auf Forschungsexpedition nach unbekannten Zutaten entsandt – je ungewöhnlicher desto besser.

    Wenn man sich auf kulinarischem Streifzug befindet, kommt man an einigen internationalen Food-Hotspots nicht vorbei. Wir stellen heute zwei für Sie vor:

    Cronut-Bäckerei in New York

    Der Trend hybrider Backwaren hält sich inzwischen seit einigen Jahren. Begründet hat ihn der Erfinder des luftigen Cronuts – einer Mischung aus Croissant und Donut – Dominique Ansel. Vor seiner Bäckerei in New York lohnt sich das Schlangestehen: Neue süße Kreationen, wie zum Beispiel Marshmallow-Blüten auf heißer Schokolade oder im New York Style abgewandelte Macarons mit Erdnussbutter-Füllung, warten.

    Miniaturküche aus San Sebastián

    Ein Barbesuch im spanischen San Sebastián ist nicht nur etwas für Liebhaber guter Spirituosen. Die baskische Küstenstadt ist bekannt für ihre Cocina en miniatura, die Miniaturküche. In der gesamten Altstadt gibt es in den Lokalen kleine Gourmetportionen auf hohem gastronomischen Niveau zu probieren. Nirgends lässt sich besser der sogenannten Pintxos-Kultur frönen.


    Bild 1: ©Cronut™ - credit Thomas Schauer
    BIld 2: ©ivansmuk/istock