Aussergewöhnliche Lebensmittel: Rare regionale delikatessen für Entdecker

    Kochen heißt auch, immer wieder neue Zutaten zu entdecken und neugierig zu bleiben. In der Sterneküche finden sich viele kulinarische Entdecker, aber auch versierte Hobbyköche kennen die Lust auf neue Lebensmittel. Die sind natürlich am besten regional, saisonal und von guter Qualität, denn so ist Selbstkochen nicht nur lecker, sondern auch noch nachhaltig. Wir stellen drei heimische Delikatessen vor, die so bestimmt noch nicht jeder kennt.

    Sauerklee

    Die hübsche Wildpflanze wächst hierzulande auf fast jeder Wiese. Kaum bekannt ist allerdings, dass sie auch sehr schmackhaft ist. Wie der Name verrät, ist das Aroma leicht säuerlich. Anteilig in Wildkräutersalaten, als Garnitur oder in Quark verleiht Sauerklee genau die richtige geschmackliche Tiefe. Aufgrund der enthaltenen Oxalsäure sollte er allerdings nur in kleinen Mengen gegessen werden.

    Hopfenspargel

    Hopfenspargel bezeichnet die Wurzeltriebe der Hopfenpflanze. Eigentlich Abfallprodukt beim Hopfenanbau, werden sie mittlerweile von einigen Bauern als Delikatesse angeboten. Bis zu 13 Euro können 100 Gramm kosten, denn die Ernte ist aufwendig und die Saison von März bis April nur kurz. Hopfenspargel kann als Salat oder in der warmen Küche serviert werden. Geschmacklich erinnern die feinen Wurzeln an Spargel, sind aber nussiger und eleganter im Aroma. Ein besonders feiner und unbekannter Genuss für Gourmets und Entdecker.

    Schwarze Walnüsse

    In Südwestdeutschland eine Delikatesse, im Rest des Landes kaum bekannt sind schwarze Walnüsse – auch „Pfälzer Trüffel“ genannt. Dazu werden noch unreife Walnüsse im Hochsommer gepflückt und über mehrere Wochen eingelegt. Die eigentliche Haltbarmachung erfolgt schließlich durch das Einkochen mit Gewürzen und Zucker. Abschließend müssen die Nüsse noch mindestens sechs Monate ziehen. Der Lohn für die Geduld: eine hocharomatische, süße, weiche Nuss. In Scheiben geschnitten, schmecken schwarze Walnüsse toll zu Käse, Wild oder auf Desserts. Der Sirup eignet sich zum Süßen. Ungewöhnlich – und ungewöhnlich köstlich!

    Bild 1: ©rainboww33/Adobestock
    Bild 2: © Sylvie Cantot/iStock