Kleine Gewürzkunde: Das Lorbeerblatt

    In der Antike standen sie für Ehre und Sieg, heute sind sie aus keiner gut sortierten Küche mehr wegzudenken: Laurus nobilis, zu deutsch Lorbeerblätter.

    Verwendung in der Küche

    Lorbeer ist ein dominantes Gewürz mit Bitterstoffnoten und würzigen Nuancen. Die Blätter können sowohl im Ganzen, als auch zerbrochen oder gemahlen genutzt werden und passen sich trotz ihres besonderen Geschmacks verschiedensten Gerichten problemlos an. Besonders beliebt sind sie in Kombination mit Wild, in Marinaden und Eintöpfen – da Lorbeer seinen Geschmack nur langsam abgibt, ist hier eine lange Garzeit wichtig. Es gibt auch Gerichte, die ohne das Gewürz nicht dieselben wären: So gehören die Blätter in jede Gemüsebrühe und ins Sauerkraut. Wer seinen Rezepten eine besonders ausgefallene Note verpassen möchte, kann mit Lorbeersalz oder -öl kulinarische Highlights setzen, da sich die Aromen so ideal entfalten können.

    Der immergrüne Baum zeichnet sich neben seinem feinen Geschmack auch durch seine heilende und entzündungshemmende Wirkung aus, die ihn bereits im alten Griechenland zu einer der meist geschätzten Gewürzpflanzen machte. Auch wenn der Lorbeerbaum im Mittelmeerraum zu Hause ist, lässt er sich gut im Wintergarten oder auf der Fensterbank halten – perfekt für alle, die ihre Blätter frisch ernten wollen. Ohne Frage ein Gewürz mit großer Geschichte!

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