Kleine Gewürzkunde: Muskatnuss

    Ein wenig geriebene Muskatnuss ist vor allem aus Kartoffelpüree oder Lebkuchen nicht wegzudenken, doch was kann dieses Gewürz noch, wo kommt die Muskatnuss eigentlich her und was lohnt es sonst noch zu wissen?

    Beere statt Nuss

    Obwohl der Name anderes vermuten lässt, handelt es sich bei der Muskatnuss um eine Beere. Gut versteckt im Inneren befindet sich, umhüllt von einer holzigen Schale, der Kern, den wir getrocknet als Gewürz verwenden. Unter der Muskatblüte, die ebenfalls als Pulver zum Würzen genutzt wird, versteht man hingegen den getrockneten Samenmantel. Die Blüte wird oft beim Backen gebraucht, weil sie etwas milder sowie feiner als die Muskatnuss schmeckt.

    Ferne Herkunft

    Das aromatische Gewürz kommt den weiten Weg von den Gewürzinseln, den indonesischen Molukken, zu uns. Ursprünglich wurde die Muskatnuss auf den Banda-Inseln angebaut. Im 12. Jahrhundert gelangte sie schließlich nach Europa und wurde auch hier zu einem beliebten Gewürz.

    So schmeckt’s

    Hervorgerufen durch die enthaltenen ätherischen Öle, schmeckt die gehobelte Muskatnuss würzig-süß, leicht scharf und pfefferartig. Der Geruch erinnert ein wenig an Holz.

    Verwendung

    Zu kaufen gibt es die Muskatnuss in Deutschland im Ganzen und als Pulver. Den intensiveren Geschmack entfaltet das Gewürz jedoch, wenn beim Kochprozess ein wenig von der ganzen Nuss frisch mit einer feinen Reibe ins Essen gehobelt wird. Zusätzlich ist zu empfehlen, Muskat erst kurz vor Ende des Garens oder direkt vor dem Servieren zum Essen zu geben, weil das Aroma sonst recht schnell verfliegt. Wenn Sie nun denken, von diesem Gewürz sind größere Mengen erforderlich, werden Sie überrascht sein: Es reichen tatsächlich kleine Prisen, um mit Muskat verschiedenste Speisen zu verfeinern.

    Zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten

    Die Muskatnuss kann mehr als nur Kartoffelpüree den letzten Schliff geben. Wie auch Zimt passt sie sowohl zu herzhaften, als auch in süßen Gerichten. So rundet dieses Gewürz Speisen von Spinat, Rosenkohl oder Bechamelsauce über Hackfleisch bis hin zu heißem Kakao oder Fruchtkompott ab. Passende Kombinationspartner aus dem Gewürzregal sind neben Zimt beispielsweise Lorbeerblätter oder Rosmarin – es lohnt in jedem Fall verschiedenste Kreationen auszuprobieren.    

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