Kleine Gewürzkunde: Zimt

    Lebkuchen, Spekulatius und Zimtsterne – zusammen mit Vanille und Nelken ist Zimt das wohl berühmteste Winter- und Weihnachtsgewürz Europas. Doch die Rinde des Zimt-Lorbeerbaums kann noch so viel mehr und verbirgt einige Geheimnisse hinter ihrem aromatischem Geschmack. 

    Anbau und Verwendung


    Die immergrünen Bäume des Ceylon-Zimts wachsen hauptsächlich in Sri Lanka und zählen seit Jahrhunderten zum wertvollen Handelsgut der Insel. Die bekannten Zimt-Stangen, deren gemahlene Form wir im Supermarkt kaufen können, werden von der Rinde der Bäume gewonnen. Je feiner sie gehobelt werden, desto intensiver sind die Aromen des Gewürzes. Im Allgemeinen wird zwischen den Sorten Ceylon und Cassia Zimt unterschieden, wobei der Ceylon als die hochwertigere Sorte gilt. Er wird von den jüngeren Ästen gewonnen, wohingegen Cassia von den ausgewachsenen Bäumen geerntet wird.

    Zimt wirkt sich positiv auf die Darmtätigkeit und den Blutzuckerspiegel aus, weshalb er sich häufig im Ernährungsplan von Diabetikern wieder findet. In der Küche kennen wir das Gewürz vor allem im Winter zu Weihnachtsgebäck. Besonders wird Zimt aber vor allem abseits der süßen Rezepte. Herzhafte Gerichte bekommen mit dem Gewürz eine außergewöhnliche Note und versetzen uns in die orientalische Welt aus 1001 Nacht.  Gerade Lamm und Rind erinnern mit Zimt unter anderem an die persische Küche, genauso wie traditionelle Curry und Reisgerichte. So begleitet uns das Gewürz über die Weihnachtszeit hinaus und zeigt seine verborgene Vielfältigkeit  – das weckt doch gleich die Lust nach neuen Experimenten in der Küche!