An die frische Luft: Kreative Ideen für den Balkon

    Sobald die Tage wieder länger werden, die Sonne mehr Kraft mitbringt und die ersten zarten Knospen an Bäumen und Sträuchern zu entdecken sind, ist klar: Der Frühling steht in den Startlöchern! Spätestens jetzt wird es Zeit, sich Gedanken um die Gestaltung von Balkon und Garten zu machen, damit Sie den Sommer im Freien richtig genießen können. Neben Vertikalgärten sind Hochbeete schon länger ein Trend in der Garten- und Balkongestaltung, da sie platzsparend und bei Bedarf sogar mobil jede noch so kleine Ecke verschönern.

    Beet in Holzpalette
    Strauch auf Balkon

    Ab in die Höhe
    Wenn die Fläche für das eigene grüne Reich begrenzt ist, ist eine platzsparende Lösung gefragt. Denn auch Stadtgärtner wollen sich austoben. Wer dabei horizontal schnell an seine botanischen Grenzen stößt, muss sich in die Höhe orientieren. Da heißt es stapeln, aufhängen und klettern lassen. Einzelne Töpfe und Körbe können beispielsweise kunstvoll auf einer kleinen Stehleiter arrangiert werden. Eine andere Variante sind praktische Pflanztaschen, aufgehängt an Wänden oder Geländern. Und auch vertikale Beete lassen viel Spielraum für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.

    Für die Bepflanzung senkrechter Gärten eignen sich klassischerweise Kletter- und Schlingpflanzen. Aber auch Erdbeeren oder Kapuzinerkresse wachsen gut. Gemüse wie Kürbis, Gurke oder Zucchini benötigen ebenfalls wenig Raum und ranken wunderschön über die gestapelten Pflanzgefäße. Ein absoluter Trend sind auch Sukkulenten wie Fetthenne und Dachwurz, die immer wunderbar grün und absolut genügsam sind.    

    Mini-Hochbett
    Auch für ein Hochbeet ist Platz auf dem kleinsten Balkon. Denn schon eine ausgediente Wein- oder Apfelkiste gibt den perfekten Rahmen für die persönliche Grünfläche und schafft ein schönes Vintage-Flair. Wie bei jedem Hochbett müssen Sie beim Bau einige Dinge beachten: Bereiten Sie die Holzkiste mit einem Holzschutz vor, bevor Sie sie innen mit Teichfolie oder Malervlies auslegen und diesen an der Innenseite fest tackern. Wenn Sie ein sehr dichtes Gewebe verwenden, empfiehlt es sich, ein paar kleine Löchlein mit einem Nagel hineinzustechen, um Staunässe zu vermeiden. 

    Nach dem Bau das Hochbeet schichtweise mit Holzhäcksel, Laub, Erde und - wenn vorhanden - halbreifem Kompost befüllen. Den Abschluss bildet eine Schicht humusreicher Gartenerde. Jetzt können Sie die gewünschten Pflanzen säen.    

    Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn
    Bei der Bepflanzung eines Beetes gilt es ähnliches zu beachten, wie bei der Zusammenstellung eines erfolgreichen Teams: Die Einen mögen sich gar nicht, die Anderen passen so gut zueinander, dass sie das Wachstum untereinander sogar fördern. Deshalb ist die sogenannte Mischkultur bei Hobbygärtnern ein zunehmender Trend.

    Für eine besonders reiche Ernte dürfen die einzelnen Pflänzchen des Mischbeetes nicht zu dicht angebaut werden, damit sie sich nicht gegenseitig Licht, Wasser und Nährstoffe wegnehmen. Pflanzen der gleichen Gattung sollten nicht auf engem Raum angebaut werden. So passen Tomaten zum Beispiel wunderbar in die Nachbarschaft von Salat, Kohl oder Dill, während Gurken, Tomaten und Radieschen lieber nicht in direkter Nachbarschaft angebaut werden sollten.

    Nun gilt es nur noch Beet und Pflanzen gut zu pflegen, um dann im Sommer die Früchte der Arbeit zu ernten.

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