Snackification – die neue Art zu essen

    Was verbirgt sich hinter dem Trend Snackification? Der Alltag vieler Menschen ist heutzutage geprägt von flexiblen Arbeitszeiten. Das zeigt sich auch daran, dass spontane Snacks die klassischen Mahlzeiten immer häufiger ablösen. Statt zum klassischen Braten mit Gemüse und Kartoffeln in der Kantine greifen die Menschen lieber zu kleineren Portionen mit gesünderen Zutaten zwischendurch. Typische Snackification-Rezepte enthalten zum Beispiel Rohkost, Bohnen, Algen oder Fisch. Und die Auswahl ist groß: Neben frischen Bowls gibt es Ramen, vegane Burger und andere typische Streetfood-Snacks.

    Snackification mit Poke Bowl

    Ein leckeres Beispiel sind die Poke Bowls. „Poke“ ist der Name für hawaiianischen Salat mit rohem, mariniertem Fisch. Eine traditionelle Rezept-Variante ist die Ahi Poke mit gewürfelten Thunfischstücken. Neben Thunfisch können aber auch andere Fischsorten wie Lachs oder Oktopus, Garnelen sowie Muscheln verwendet werden. Da Fisch und Meeresfrüchte roh gegessen werden, sollte beim Kauf unbedingt auf Sashimi-Qualität geachtet werden. Das bedeutet, dass der Fisch für den rohen Verzehr geeignet ist und auch für Sushi verwendet werden kann.

    Ran an den Fisch!

    Der rohe Fisch wird in eine würzige Marinade eingelegt. Die besteht meist aus Soja-Soße, Sesamöl und verschiedenen Gewürzen. Eine Marinade auf Mayonnaise-Basis ist die cremigere Alternative. Dem Fisch wird dann ein Bett aus Reis und/oder Salat in der Bowl bereitet. Je nach Rezept kommen verschiedene Toppings dazu. Oft gehören dazu Avocado, eingelegter Ingwer, frischer Koriander oder Frühlingszwiebeln. Aber auch regionales Gemüse eignet sich bestens. Auf jeden Fall bringt so eine Poke Bowl einen Hauch Hawaii auf den Tisch und stillt damit auch ein wenig Fernweh. Let’s snackificate!

    Rezept für Bunte Poke Bowl mit zweierlei Thunfisch

    Zutaten für den Fisch:

    1 cm Ingwer
    2 Knoblauchzehen
    1-2 Frühlingszwiebeln
    1,5 TL Sojasoße
    1 TL Sesamöl
    einige Chiliflocken
    2 EL Mayonnaise
    1 EL Sriracha (oder andere Chilisoße)
    etwas Salz
    500 g roher Thunfisch, Sashimi-Qualität

    Zutaten für die Bowl:

    300 g Reis
    2 Möhren
    1 Salatgurke
    3 Stängel frischer Koriander
    30 g Cashewkerne, natur
    1 Avocado
    20 g Kimchi (aus dem Asiamarkt)

    Zubereitung:

    1. Der Thunfisch wird bei dieser Bowl mit zwei verschiedenen Marinaden serviert.
    2. Für die erste den Ingwer und den Knoblauch schälen. Den Ingwer fein hacken, den Knoblauch in einer Presse zerdrücken. Die Frühlingszwiebeln waschen, abtrocknen und in feine Ringe schneiden.
    3. Für die zweite Marinade die Mayonnaise und die Chilisoße vermengen und mit etwas Salz würzen.
    4. Nun den Fisch in 1 bis 2 cm breite Würfel schneiden und auf zwei Schüssel verteilen. Die eine Hälfte mit der Sojasoße, dem Sesamöl, dem gehackten Ingwer, dem zerdrückten Knoblauch und den Frühlingszwiebelringen sowie nach Bedarf mit Chiliflocken vermengen. Die zweite Hälfte mit der Marinade aus Mayonnaise vermischen.
    5. Beide Schüsseln mit Frischhaltefolie bedecken und im Kühlschrank für etwa eine Stunde durchziehen lassen.
    6. Kurz vor Ende der Wartezeit den Reis nach Packungsanleitung kochen.
    7. Möhren schälen und klein schneiden. Salatgurke waschen und etwa ⅓ der Gurke in kleine Stückchen schneiden.
    8. Den Koriander waschen, trocken tupfen und grob hacken.
    9. Die Cashewkerne klein hacken und in einer versiegelten Pfanne anrösten.
    10. Nun die Avocado halbieren, den Kern entfernen, das Fruchtfleisch ausnehmen und in Stückchen schneiden.
    11. Schließlich die einzelnen Schüsseln mit Reis, zweierlei Thunfisch, Möhren, Gurke, Avocado, Koriander, Kimchi und Cashewkernen befüllen. Werden die einzelnen Zutaten in kleinen Häufchen nebeneinander angerichtet, sieht es besonders schön aus.

    Poke Bowl servieren und genießen!

    Bild: ©sveta_zarzamora/istock