Leckerer Start in den Oktober: Maronen

    In der Winterzeit lockt der Duft frisch gerösteter Maronen die Menschen auf die Weihnachtsmärkte. Doch wussten Sie, dass die braunen Nussfrüchte bereits jetzt im Herbst erhältlich sind? Maronen stellen eine echte Bereicherung für die eigene Küche dar, denn sie verleihen herbstlichen Rezeptklassikern einen neuen Dreh.

    Maronen oder Esskastanien – was ist der Unterschied?

    Beginnen wir mit den Gemeinsamkeiten: Beide Sorten gehören zu den essbaren Edelkastanien. Im Gegensatz zur Esskastanie stammt die Marone meist von speziellen Plantagen. Die Frucht ist dadurch etwas größer und runder als die Kastanie aus freier Natur. Außerdem lässt sie sich leichter schälen und besitzt mehr Aroma – ideal also zum Kochen.

    Der Frischetest

    Maronen gibt es ab Ende September auf dem Wochenmarkt und im Supermarkt zu kaufen. Ist die Oberfläche der Maronen glatt und glänzend? Sehr gut! Das ist ein Zeichen für ihre Frische. Wenn die Früchte sich dazu prall und schwer anfühlen, sollte man zuschlagen. Zuhause lässt sich die Frische mit einem einfachen Trick überprüfen: Füllen Sie einen Kochtopf mit lauwarmem Wasser und legen Sie die Maronen hinein. Sinken diese zum Topfboden, sind sie frisch. Natürlich gibt es Maronen das ganze Jahr über auch vorgegart und geschält in Dosen oder vakuumverpackt zu kaufen. Doch frisch schmecken sie einfach am besten.

    Nicht nur geröstet

    Maronen munden nicht nur geröstet, sondern auch in Wasser gegart einfach wunderbar. Durch das Erhitzen wird aus der Stärke in der Frucht Zucker, der den Maronen ihren typisch süßlichen Geschmack verleiht. Dank ihres besonderen Aromas eignen sie sich gut als Beilage, z.B. in Form von Püree, oder als Füllung von Braten oder Gemüse wie kleinen Kürbissen. Maronenmehl ist außerdem perfekt für die Zubereitung von aromatischem Brot oder Pasta. Als süße Creme bilden die Nussfrüchte das köstliche Dessert für ein herbstliches Menü.

    Wir stellen Ihnen eine wunderbar herbstliche Suppe vor, die süßliche Maronen mit würzigem Ziegenkäse kombiniert – ein Rezept, das zum Ausprobieren einlädt!

    Rezept Maronencremesuppe mit Ziegencamembert-Nocke

    Zutaten für 4 Personen:
    60 g Karotte
    70 g Kartoffel, mehlig kochend
    100 g Zwiebel
    60 g Staudensellerie
    20 g Butter
    800 ml Gemüsebrühe
    80 ml Weißwein (alternativ heller Traubensaft)
    250 g Maronen, vorgekocht
    Salz
    Pfeffer, frisch gemahlen
    Muskat, frisch gerieben
    50 g Crème fraîche
    100 g Ziegencamembert
    ½ Peperoni, rot
    ½ Bund Schnittlauch
    1 Prise Schabziegerklee (aus dem Bioladen)

    Zubereitung Maronencreme-Suppe:

    1. Karotten, Kartoffeln und Zwiebeln schälen und in 1 cm große Würfel schneiden. Den Staudensellerie waschen, trocknen und in 1 cm große Stücke schneiden.
    2. Die Butter im Schnellkochtopf schmelzen und die Gemüsewürfel darin anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen und die Gemüsebrühe aufgießen. Die Maronen zugeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
    3. Den Topf nach Anleitung verschließen, die Kochkrone im Deckel auf Stufe 2 (Schnellgarstufe) stellen und den Topfinhalt mit voller Herdleistung ankochen. Sobald der gelbe Ring sichtbar wird, die Energiezufuhr reduzieren. Jetzt beginnt die Garzeit von 6 Minuten.
    4. Nach Ende der Garzeit den Schnellkochtopf nach Anleitung abdampfen und öffnen.
    5. Die Suppe mit einem Pürierstab sämig mixen. Die Crème fraîche unterrühren und nochmals abschmecken.

    Zubereitung Camembert-Nocke:

    1. Den Camembert feinkrümelig zerkleinern. Die Peperoni entkernen und fein würfeln. Den Schnittlauch in feine Ringe schneiden.
    2. Die vorbereiteten Zutaten miteinander vermischen und mit Salz und Schabzigerklee würzen. Aus der fertigen Masse kleine Nocken formen.

    Zum Servieren die Suppe in vier vorgewärmten Teller anrichten und mit den Käsenocken garnieren.

    TIPP: Schabzigerklee ist ein traditionelles Gewürz der Südtiroler Küche. Das getrocknete Kraut riecht würzig nach frischem Heu und gibt unter anderem dem Vinschgauer Brot seinen typischen Geschmack. Als Alternative kann – bei vorsichtiger Dosierung – auch Bockshornklee verwendet werden.