Saisonales Obst und Gemüse im Mai

    Im Mai ist es endgültig wieder grün um uns herum. Aber nicht nur der eigene Garten blüht, auch auf den deutschen Feldern geht es hoch her. Eine Vielzahl an saisonalen und regionalen Lebensmitteln sind im Mai verfügbar und bringen Frische in die Küche. Wir geben einen Überblick über aktuell verfügbares Obst und Gemüse aus Deutschland, erklären die Vorteile von heimischen Produkten und stellen zwei Highlights aus dem Mai, Rhabarber und Mangold, näher vor.

    Mangold
    Mangold

    Obst- und Gemüsevielfalt im Mai

    Der Wonnemonat Mai hält zahlreiche Sorten an frischem Obst, Gemüse und Salaten bereit. Ein Blick in den Saisonkalender verrät: Der Mai ist der Startschuss für saisonale und regionale Lebensmittel aus Deutschland.

    Im Mai ist nicht nur Spargelsaison, es gibt viele weitere frische Produkte auf Wochen- und Supermärkten, die zu leckeren Kreationen inspirieren. Neben Gemüse wie beispielsweise Champignons, das ganzjährig frisch aus Deutschland verfügbar ist, liefert das heimische Gemüsebeet im Mai Radieschen mit ihrer feinen Schärfe, zarten Spinat, herben Mangold, Spitzkohl mit seinem dezenten, nussigen Aroma, grünen oder violetten Kohlrabi sowie Rhabarber von mild-süß bis sauer.

    An saisonalem Obst sind fruchtige Erdbeeren erhältlich. Auch im Hinblick auf frische Salate aus heimischen Anbau ist die Vielfalt im Mai groß: Rucola, Lollo Rosso, Endiviensalat, Kopfsalat sowie Eichblattsalat sind ideale Zutaten für leichte Frühlingsgerichte    

    Was bedeutet saisonal?

    Im Mai können all die Salate, Gemüse- und Obstsorten saisonal eingekauft werden, die naturgemäß unter den aktuellen klimatischen und regionalen Bedingungen in Deutschland wachsen. Für saisonale Lebensmittel aus dem Frühlingsmonat ist weder ein Gewächshaus noch ein langer Transportweg aus Übersee notwendig, denn sie werden reif vom Feld geerntet.    

    Was bedeutet regional?

    Regionale Lebensmittel stammen aus der Umgebung und besitzen kürzere Transportwege. Es gibt jedoch keine geschützte Definition, einen festgesetzten Kilometerradius oder ein einheitliches Siegel für regionale Produkte. So können das direkte Umland oder auch größere Gebiete als Region ausgeschrieben werden.

    Das bedeutet für alle, die regionale Lebensmittel einkaufen möchten, dass ein genauer Blick auf die Herkunft von Obst und Gemüse sinnvoll ist. Wer also sicher gehen möchte, dass die Produkte aus der unmittelbaren Nähe stammen, bezieht sie am besten direkt beim nahegelegen Bauern.

    Vorteile von saisonalem und regionalem Obst und Gemüse

    Saisonal und regional einzukaufen lohnt in vielerlei Hinsicht. Das heimische Obst und Gemüse überzeugt zum einen durch einen besonders intensiven Geschmack, da es frisch und reif geerntet wird.

    Aufgrund der kürzeren Transportwege sind regionale Lebensmittel andererseits besonders klima- und umweltfreundlich. Auch Kühlungen und Gewächshäuser verursachen eine Menge CO2. Das kann durch den Verzehr von saisonalen Freiland-Produkten, die zu ihrer natürlichen Wachstumszeit angebaut werden, vermieden werden.

    Regionales und saisonale Lebensmittel sind folglich nicht nur lecker, sondern auch nachhaltig.    

    Mai-Gemüse in leckeren Kombinationen

    Die saisonale sowie regionale Vielfalt im Mai bietet zahlreiche leckere Kombinationsmöglichkeiten, die Abwechslung in die Küche bringen:

    - Süß-saurer Erdbeer-Rhabarber-Kuchen ist ein hervorragendes Mitbringsel für ein Frühlingspicknick. 

    - Fruchtige Erdbeeren passen wunderbar zu zartem Spargel. 

    - Als Salat mit Burrata oder im Form von gekochtem Spargel mit Erdbeervinaigrette ist das sommerliche Duo ein leichtes Mittag- oder Abendessen. 

    - Mangold und Spinat harmonieren in einem lauwarmen Salat mit Radieschen. 

    - Die erdig-herben Noten von Mangold passen ebenfalls gut zu würzigem Bärlauch. Zusammen in einer Soße verleihen sie Pasta oder herzhaften Tartes einen frühlingshaften Pepp. 

    - Ein Auflauf aus Spitzkohl und Kohlrabi ist eine leckere Alternative zu einer klassischen Lasagne.   

    Rhabarber
    Rhabarber

    Mai-Highlight Rhabarber: Anbau und Ernte

    Rhabarber ist im Mai ein Favorit in der Küche, denn er ist nicht nur gesund, sondern auch vielseitig einsetzbar. Das Knöterichgewächs im eigenen Garten zu pflanzen ist ganz unkompliziert. Eingesetzt wird Rhabarber im Herbst oder zu Beginn des Frühjahrs.

    Die Pflanze benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen Boden, der feucht, humus- und nährstoffreich ist. Die winterharte Staude ist eine Dauerkultur, die bis zu 10 Jahre lang Freude bereitet.

    Geerntet wird Rhabarber sobald sich Blütenansätze zeigen. Statt die Stangen abzuschneiden sollten sie an ihrer Ansatzstelle herausgezogen werden. Um die Staude kräftig zu halten empfiehlt es sich, nur etwa ein Drittel der Blätter zu ernten. Von Ende der Ernte im Juni bis zur Rhabarbersaison im nächsten Jahr erholt sich die Pflanze.

    Tipp: In geringen Mengen kann Rhabarber zwar roh gegessen werden, entfaltet seine Aromen aber besser in gegarter Form    

    Rhabarber richtig lagern

    Wird die Ausbeute der Ernte oder der Einkauf nicht direkt verarbeitet, kann man Rhabarber in einem feuchten Küchentuch eingewickelt für kurze Zeit im Kühlschrank lagern oder aber problemlos einfrieren.

    - Dafür zuerst die Blätter entfernen, nun die Stangen waschen und gründlich trocknen. 

    - Das weiße, untere Ende entfernen. 

    - Bei Bedarf den Rhabarber schälen. Dafür mit einem kleinen Messer die dünne Schale abziehen, die ähnlich wie bei Spargel holzig bis faserig ist. 

    - Die Stangen in kleine Stückchen schneiden. 

    - Die Stückchen in praktischen Portionen in Dosen oder Gefrierbeuteln im Gefrierfach verstauen. 

    - Den Vorrat innerhalb von einem Jahr aufbrauchen. 

    Mai-Highlight Mangold: Zubereitung

    Anders als vielleicht vermutet, ist Mangold eine Rübe. Sein süßlich, erdiger Geschmack sowie seine schnelle und unkomplizierte Zubereitung sind eine Bereicherung für die Frühlingsküche. Mangold kann man – ähnlich wie Spinat – kochen, dünsten, blanchieren, backen oder auch braten und grillen. Auf diese Weise kommt in der Mangold-Saison bis Oktober keine Langeweile auf.

    So wird Mangold richtig zubereitet:

    Schritt 1: Bei der Zubereitung gilt es als erstes den Strunk abschneiden. Die einzelnen Blätter im Anschluss waschen, trocknen und dunkle Stellen entfernen.

    Schritt 2: Nun den Stiel bzw. die Mittelrippe jeden Blattes herausschneiden. Sollen diese verwendet werden, können sie nach dem gleichen Prinzip wie bei Rhabarber geschält werden. Anschließend werden sie klein geschnitten.

    Schritt 3: Auch die Blätter werden in Streifen geschnitten.

    Schritt 4: Weil die Stiele langsamer als die Blätter gar sind, werden diese etwas früher in den Topf oder Pfanne gegeben

    Wie gesund ist Mangold?

    Mangold enthält viele gute Inhaltsstoffe. Beta-Carotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird, ist gut für unser Sehen. Die Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Natrium unterstützen unsere Konzentrationsfähigkeit. Ein hoher Anteil an Eisen ist hilfreich für den Sauerstofftransport im Blut. Zusätzlich sind B-Vitamine und Vitamin C vorhanden. Letzteres stärkt besonders das Immunsystem. Aufgrund des Anteils an Oxalsäure sollte Mangold von Menschen mit Nierenerkrankungen nur in geringen Mengen verzehrt werden.

    Mangold richtig lagern

    Im Hinblick auf die Lagerung gilt die Devise: Lieber schnell verbrauchen. Denn im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Mangold, in einem feuchten Tuch eingeschlagen, nur ein bis zwei Tage. Sollte der Einkauf dennoch zu groß ausgefallen sein, kann Mangold eingefroren werden. Dafür die Blätter und Stiele blanchieren, abschrecken, das Wasser vorsichtig so weit wie möglich ausdrücken und in einem Gefrierbeutel einfrieren    

    Bild 1: ©swalls/istock
    Bild 2: ©noonika/istock