Schon probiert? So einfach ist Marmelade einkochen

    Eine herrlich fruchtige Marmelade versüßt wirklich jedes Frühstück. Ist sie selbstgemacht, schmeckt’s gleich noch besser! Doch wie bereitet man den geliebten Fruchtaufstrich zu Hause zu? Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie ganz leicht eigene Kreationen zaubern und geben Ihnen nützliches Wissen rund um den Frühstücks-Favoriten an die Hand. 

    Marmelade, Konfitüre und Gelee?

    Bevor es an die praktischen Tipps zum Einkochen geht, lohnt es auf die Unterscheidungen in der Welt der Fruchtaufstriche zu schauen. Denn offiziell darf ein Fruchtaufstrich sich nur Marmelade nennen, wenn Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen oder Mandarinen drinstecken. Bei allen anderen Früchten wie beispielsweise Erdbeeren, Himbeeren oder Pflaumen lautet die Bezeichnung Konfitüre. Wird ausschließlich Fruchtsaft verwendet, dann spricht man von Gelee. Dieses enthält keine Fruchtstücke. 

    Welche Früchte eignen sich?

    Grundsätzlich kann eingekocht werden, was das Herz begehrt. Es gibt lediglich zwei Dinge zu beachten. Zum einen gilt, welches Obst Sie auch wählen, reif muss es sein. Zum anderen ist es ratsam, ein Auge auf den Pekin-Gehalt der Früchte zu haben, denn dieser hat Einfluss darauf, wie gut die Marmelade geliert. Pektin ist ein in Obst vorkommender Ballaststoff und ein natürliches Geliermittel. Bei Obstsorten mit geringem Pektin-Gehalt wie Erdbeeren, Kirschen oder Rhabarber muss zusätzlich Geliermittel hinzugesetzt werden, bei Äpfeln, Johannisbeeren, Quitten oder Zitrusfrüchten, die hohe Mengen enthalten, bindet die Marmelade beim Kochen von selbst. 

    So wird eingekocht – Schritt für Schritt

    Anhand eines Klassikers, der Kirschmarmelade, lassen sich exemplarisch wunderbar die Schritte bis zum selbstgemachten Marmeladentraum erklären.

    1. Als erstes die Einmachgläser und Deckel auskochen, um sie zu sterilisieren. Auf einem Geschirrtuch trocknen.
    2. Ein Kilo Kirschen waschen, entsteinen und halbieren.
    3. Mit 500 Gramm Gelierzucker (2:1) sowie 5 Esslöffeln Zitronensaft vermengen. Statt Gelierzucker kann ebenfalls Zucker in Kombination mit Agar-Agar oder Pektin zum Binden verwendet werden.
    4. Das Ganze für zwei Stunden durchziehen lassen.
    5. Wer seine Marmelade lieber ohne Stückchen genießt, kann die Masse mit einem Pürierstab glatt machen.
    6. Nun die Kirschen aufkochen bis sie zu sprudeln beginnen. Jetzt startet die Kochzeit von 4 Minuten. Während des Kochens stetig Rühren. Entsteht beim Kochen Schaum, diesen abschöpfen.
    7. Um zu prüfen, ob die Marmelade die richtige Konsistenz besitzt, hilft kurz vor Ende der 4 Minuten eine Gelierprobe. Dazu ein wenig heiße Marmelade auf einen Teller geben. Wird der Klecks fest und läuft nur langsam herunter, ist sie fertig.
    8. Den Topf vom Herd nehmen und weiter rühren.
    9. Die heiße Marmelade in die sterilisierten Gläser füllen, verschließen und für einige Minuten auf den Kopf stellen.

    Die Mischung macht’s

    Bei Früchten mit hohem Pektingehalt kann haushaltsüblicher Zucker für den Fruchtaufstrich verwendet werden. Dann wird einfach mit etwas Zitronensaft so lange eingekocht, bis die Marmelade von selbst geliert.

    Verwenden Sie jedoch Früchte, die eine Zugabe von Geliermittel erfordern, sind bei Gelierzucker die Angaben zum Verhältnis von Frucht und Zucker zu beachten.

    - Bei 1:1 Gelierzucker kommt beides zu gleichen Teilen in die Marmelade.

    - Ist die Angabe 2:1 oder 3:1 auf der Packung zu finden, können entweder zwei oder drei Teile Obst mit einem Teil Zucker eingekocht werden, weil der Gelierzucker einen höheren Anteil an Pektin aufweist. So bleibt besonders viel Fruchtgeschmack enthalten.

    Alternative Süßungsmittel

    Statt weißem Zucker können ebenfalls alternative Süßungsmittel verwendet werden. Varianten mit Agavendicksaft oder geriebenem Apfel sind möglich. 

    Und wenn es mal schief geht?

    Selbst dem Einkoch-Profi kann es mal passieren, dass die Marmelade nicht die richtige Konsistenz hat. Aber keine Panik, mit zwei Tricks ist alles wieder im Lot:

    1. Ist die Marmelade in abgekühltem Zustand zu flüssig, hilft beispielsweise die Zugabe von geriebenem Apfel, einem Teelöffel Agar-Agar oder etwas Zitronensaft als natürliches Verdickungsmittel. 

    2. Gerät die Marmelade zu fest, einfach etwas Wasser hinzugeben und nochmals aufkochen.       

    Die richtige Lagerung

    Nachdem die Eigenkreation mit viel Liebe zubereitet wurde, soll sie nun möglichst lange halten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich die vollen Gläser kühl, trocken und dunkel zu lagern. Ist die Marmelade angebrochen, heißt es: Ab in den Kühlschrank und aufbrauchen! Generell gilt: Je mehr Zucker Sie beigefügt haben, desto länger hält sich der Fruchtaufstrich. Auch portioniert Einfrieren ist eine Lösung, allerdings sollten Sie den Vorrat dann innerhalb eines Jahres aufbrauchen.

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