Rezept: Süßer Senf

Heute sind wir – kulinarisch – mal wieder im Süden Deutschlands. Seit einer Woche heißt es auf der Münchner Theresienwiese wieder „O’zapft is!“. Aber auch außerhalb der bayrischen Landeshauptstadt macht das größte Volksfest der Welt Lust auf zünftige Speisen wie Brezeln, Weißwürste und Weißbier. Dabei darf der berühmte Begleiter - süßer Senf - natürlich niemals fehlen. Er ist ganz leicht selbstgemacht und holt die Wiesn-Stimmung direkt auf den Teller.

Grundzutat für viele Senfsorten ist Senfmehl, für dessen Herstellung Körner von schwarzem, weißem oder braunem Senf fein gemahlen werden. Übrigens: Bevor der Pfeffer im 13. Jahrhundert in Europa eingezogen ist, waren es die Senfkörner, die unseren Gerichten Schärfe verliehen. Für die Herstellung des süßen Senfs, der durch seine grobkörnige Konsistenz hervorsticht, werden zusätzlich einige ganze Senfkörner dazu gegeben. Damit sich das typische Aroma des Senfs nach der Zubereitung vollständig entfalten kann, sollte der fertige Senf 3-4 Tage Zeit zum Ziehen haben.

Zutaten:

150 g gelbe Senfkörner
50 g braune Senfkörner
100 g Rohrohrzucker
170 ml Wasser
1 kleines Lorbeerblatt
120 ml Weißweinessig
2-3 TL Honig, flüssig
Meersalz
Piment
Nelkenpulver

Zubereitung:

1. Senfkörner für 1 Stunde einfrieren.

2. Anschließend portionsweise im Mörser oder in der Küchenmaschine feinmahlen.

3. Zucker in einer versiegelten Pfanne karamellisieren lassen.

4. Von der Herdplatte nehmen, etwas Wasser, das Lorbeerblatt und eine Prise Salz hinzugeben und nochmal leicht aufkochen lassen.

5. Das Karamell über die gemahlenen Senfkörner geben, das Lorbeerblatt entfernen und die Mischung 10 Minuten quellen lassen.

6. Gewürze und Essig einrühren und mit dem Schneebesen sorgfältig verquirlen.

7. Die entstandene Creme eine Stunde ruhen lassen.

8. Fertige Masse mit Honig und Salz abschmecken und in ausgekochte Schraubgläser füllen.

9. Vor dem Verzehr 3-4 Tage an einem kühlen Ort ziehen lassen.

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