Krautiger Pepp: Essbare Wildkräuter erkennen, sammeln, zubereiten

    Das winterliche Grau der kalten Tage weicht immer mehr einem kräftigen Grün. Es macht wieder Freude, sich an der frischen Luft aufzuhalten und Spaziergänge durch Wiesen und Wälder zu unternehmen. Am Wegesrand sind dabei nicht nur bunte Blüten für den Frühlingsstrauß zu finden, sondern auch Wildkräuter, die definitiv eine Bereicherung für Ihre Küche sind. Wir verraten Ihnen, wie auch Sie Wildkräuter erkennen, sammeln und welches Kochgeschirr hilfreich bei der Verarbeitung ist.

    Frau mit Wildkräutern im Garten
    Wildkräuter-Pesto auf Baguette

    Erkennen
    Als Wildkräuter werden krautige Pflanzen bezeichnet, die nicht aus einer Züchtung hervorgehen und die verzehrt werden können. Es gibt unzählige Sorten, mit denen sich ganze Bücher füllen lassen. Zu den bekannteren Vertretern gehören Löwenzahn oder Brennnessel, weniger vertraut sind beispielsweise Giersch, Sauerampfer und Vogelmiere. All diese sind nun im April zu finden.

    Giersch ist an schattig-feuchten Orten, Ufern, Wald- und Wegrändern oder neben Hecken anzutreffen – oft in großen Gruppen. Dieses Wildkraut zeichnet sich durch einen kantigen Stängel sowie längliche, dreiteilige Laubblätter mit Zähnung am Rand aus. Die kleinen Blüten sind weiß bis rosafarben. Verzehrt werden allerdings nur die Blätter.

    Auch beim Sauerampfer werden nur die jungen Blätter auf den Speiseplan gesetzt. Zu entdecken ist dieses Wildkraut auf Wiesen und am Wegesrand. Besonders wohl fühlt es sich in der Sonne oder im Halbschatten. Die großen, länglichen und spitz zulaufenden Blätter wachsen an rötlichen, kantigen Stängeln.

    Die Vogelmiere wächst teppichartig an Ufern, Wegrändern, auf Feldern sowie Wiesen und wird bis zu 40 cm hoch. Charakteristisch sind dünne, weiche und runde Stängel mit der sogenannten Haarlinie sowie kleine ovale Blätter mit Spitze. Die Blüten sind nur wenige Millimeter groß und weiß. Verwertet werden dürfen die Blätter des Krauts. 

    Sammeln
    Bevor Sie allerdings eigenständig auf die Suche nach den kleinen Aromabomben gehen, sollten Sie sich umfassend informieren. Als Sammel-Einsteiger sind geführte Wanderungen zur Bestimmung der verschiedenen Wildkräuter und vor allem zur Abgrenzung von Gewächsen, die nicht genießbar sind, zu empfehlen. Ein bebilderter Pflanzenführer kann beim gemeinsamen Entdecken und Sammeln zusätzlich helfen, die richtige Wahl zu treffen.

    Im Umgang mit der Natur ist Wertschätzung gefragt, deshalb gilt auch beim Sammeln der Wildkräuter: Nur mitnehmen, was wirklich gebraucht wird und darauf achten, dass ausreichend Pflanzen am Ort übrigbleiben. Das richtige Werkzeug, um die Pflanzen beim Pflücken nicht zu schädigen, ist eine Schere oder ein Messer. Für den Transport nach Hause eignet sich, wie auch beim Sammeln von Pilzen, ein kleines Körbchen, in dem die Wildkräuter nicht gequetscht werden.

    Grundsätzlich gilt: Wenn Sie sich aufmachen, die heimischen Wiesen und Waldwege auch kulinarisch zu erkunden, ist es nicht nur gut zu wissen, in welchem Territorium sich die einzelnen Wildkräuter am wohlsten fühlen, sondern auch, wo sie lieber auf das Pflücken verzichten sollten. Denn egal welche Wildkräuter Sie mit nach Hause nehmen möchten, es ist ratsam, diese nicht in der Nähe von vielbefahrenen Straßen, auf Hundewiesen, in der Nähe von Industrie- oder Landwirtschaftsanlagen oder am Rande von Äckern zu sammeln. Auch in Naturschutzgebieten sollten Sie sich zurückhalten.

    Eine Alternative zum Sammeln in freier Natur ist ein eigenes kleines Wildbeet auf dem Balkon oder im Garten. Für diesen Zweck gibt es sogar spezielle Samenmischungen zu kaufen. So haben Sie Ihre favorisierten Wildkräuter immer schnell und griffbereit zur Hand.

    Zubereiten
    Der erste Schritt ist in jedem Fall ein gründliches Waschen. Danach können Wildkräuter in den unterschiedlichsten Formen in Ihre Küche integriert werden und haben einiges zu bieten – egal ob roh oder gedünstet, frisch oder getrocknet, ob als Suppe, Tee, Pesto, Smoothie oder Salat. Sie trumpfen mit intensiven Aromen auf und enthalten zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, ätherische Öle oder beispielsweise Bitterstoffe. Damit all die guten Aromen und Inhaltsstoffe auch auf dem Teller ankommen, verarbeiten Sie die Kräuter möglichst frisch. Und falls von der Ernte doch einmal etwas übrigbleiben sollte, können Sie die Wildkräuter auch einfrieren. 

    Bildrechte: © juripozzi/istock

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